Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu Gast bei der Forstlichen Vereinigung Unterfranken e.V.

© FBG Haßberge w.V.

Im Bild (von Links) Landtagsabgeordneter Steffen Vogel, Ministerialrat Urban Treutlien, FVU-Vorsitzende Wolfgang Borst, Christan Mehlhorn und Anna Seidenzahl (FBG Haßberge), Staatsminister Helmut Brunner, Birgitt Ulrich (FVU und FBG-Geschäftsführerin), FVU-Vorsitzender Josef Mend und Landrat Wilhelm Schneider.

 

Helmut Brunner eröffnet proHolz Bayern Aktion „Waldschilder“ der FBG Haßberge

Hoher Besuch war am Freitag, den 2. März 2018, in Hofheim zugegen. Herr Staatsminister Helmut Brunner folgte der Einladung und besuchte die Forstwirtschaftliche Vereinigung Unterfranken (FVU) mit Ihrem Sitz der Geschäftsstelle in Hofheim in Unterfranken. Die FVU ist der Dachverband aller Forstwirtschaftlichen Vereinigungen in Unterfranken. Neben den musikalischen Grüßen vom gerade mit dem „Heimatpreis“ ausgezeichneten Hofheimer Spielmannszug informierte sich der Staatsminister über die anstehenden Herausforderungen der FVU, deren Mitglieder und Waldbesitzer.

Im Bürgerzentrum der Stadt Hofheim waren die Vorsitzenden und Geschäftsführer der unterfränkischen Forstbetriebsgemeinschaften, als auch die Bereichsleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusammengekommen, um auf die anstehenden Aufgabenstellungen der  Forstleute hinzuweisen. Diese sind: die bevorstehende Aufgabe der staatlichen Beförsterung in Kommunalwäldern, die Rechtslage der altrechtlichen Waldkörperschaften und die diesjährige Prognose der Schwammspinner- und Eichenprozzesionsspinnerpopulation.

Die mitunter sehr alten Waldkörperschaften sind an das heutige Rechtssystem nicht angepasst. Dadurch kommt es bei der Führung solcher Körperschaften zu vielen praktischen Problemen bis hin zur gänzlichen Handlungsunfähigkeit. Zu diesem besonderen und dringlichen Problem wurde dem Staatsminister eine Petition von Herrn Borst (1. Vorsitzener FVU und FBG Haßberge w.V.) und Herrn Mend (Vorstand FVU und 1. Bgm. der Stadt Iphofen) überreicht. 

Auch der Rückzug der staatlichen Beförsterung im Kommunalwald über 200 ha wurde besprochen. So sollen die Kommunalwälder sukzessive aus der staatlichen Beförsterung genommen werden. Dies soll sauber strukturiert und sozialverträglich bis zum Jahr 2025 erfolgen.

Ein Highlight für die Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge w.V. war die offizielle Vorstellung der proHolz Bayern Waldschilder durch den bayerischen Staatsminister. Die Aktion „Waldschilder“ soll auf anschauliche und informative Weise die Notwendigkeit und den Nutzen einer nachhaltigen Forstwirtschaft vermitteln und so das konfliktfreie nebeneinander aller Interessengruppen in unseren Wäldern zu fördern. Angesprochen werden mit dieser Aktion alle Besucher des Waldes. Durch den Link zur Website von proHolz Bayern und dem PEFC-Siegel werden die Waldbesucher angeregt, sich weiter über das Thema zu informieren. Durch die namentliche Nennung der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge w.V. soll der regionale Bezug hergestellt werden und der Bekanntheitsgrad erhöht werden.

Die vollständige Petition können Sie nachfolgend einsehen.

FBG wird durch einen weiteren Förster verstärkt

Foto: FBG Haßberge w.V.

 

Kevin Kratzmeier

Master of Science Forst- und Holzwissenschaften

 

Geboren bin ich 1991 in Freudenstadt im Nordschwarzwald. Dort erlernte ich 2007 den Beruf des Forstwirtes. Während der Ausbildung stieg die Wissbegier über das Waldökosystem und der Forstwirtschaft, weshalb ich mich für das Studium in Weihenstephan zum Forstingenieur entschied. Aufgrund der vielen Facetten der Waldwirtschaft spezialisierte ich mich im Master der Forst- und Holzwissenschaften auf die Themengebiete Forstbetriebsmanagement, Wald im Gebirge sowie Landschaftsentwicklung und Naturschutz. Dabei erlangte ich weitreichende Kenntnisse in dem komplexen Ökosystem Wald.

Praktische Erfahrungen sammelte ich als Forstwirt, in der FBG Nordschwarzwald sowie beim Kreisforstamt Freudenstadt im Ausbildungsrevier Edelweiler. Dort habe ich das theoretische Wissen vom Studium praktisch umsetzen können und kann dadurch auf eine solide Basis zurückgreifen.

In meiner Freizeit ziehe ich gerne meine Bahnen im Schwimmbad und spiele sehr gerne Baseball. In den Wintermonaten übe ich verschiedene Wintersportarten aus.

Ich freue mich auf eine schöne Zeit bei der FBG Haßberge und Ihren Mitgliedern.

 

 

Die FBG Haßberge w.V. erzielte gute Ergebnisse bei den Wertholzsubmissionen 2017/2018

Die FBG Haßberge beteiligte sich wieder an der Laubholzsubmission und Nadelholzsubmission, welche unter Federführung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Unterfranken durchgeführt wurden. Sie legte qualitativ hochwertige und wertvolle Hölzer ihrer Mitgleider auf, die auf unterschiedlichen Lagerplätzen zur Versteigerung angeboten wurden.

Das Wertholz wird einzeln oder als Lose zusammengefasste Stämme angeboten. Ohne die Angebote der Mitbieter zu kennen, geben die Holzkäufer schriftlich verdeckte Angebote ab. Die Submissionen bieten den FBG´en in Unterfranken und deren Waldbesitzern die Chance, die kostbaren Stämme eines Jahres einer hochwertigen Verwendung zuzuführen und hierfür einen angemessenen Preis zu erzielen. Auf einer Submission werden Hölzer unter anderem für die Produktion von Furnier, Weinfässern, hochwertigen Möbeln und Klangholz für den Musikinstrumentenbau verkauft. Ein spannendes Ergebnis der Submission ist der am höchsten bewertete Stamm. Dieser wird als „Braut“ bezeichnet.

Laubholzsubmission

Bei der 13. Laubholzsubmission am 19. Dezember 2017 wurden 3.155 fm Wert- und Schneideholz auf 7 Lagerplätzen von 10 FBG´en aus Unterfranken meistbietend zum Verkauf angeboten. Die FBG Haßberge beteiligte sich mit insgesamt 913 fm Hölzer ihrer Mitglieder. 41 Firmen aus dem In- und Ausland haben Ihre Gebote abgegeben.

Der teuerste Stamm war eine Eiche aus dem Bereich der FBG Schweinfurt, welcher ein Gebot von 2.627,00 € je fm erbrachte und damit einen Erlös von 5.280,27 €/fm erzielte.

Die Fassholzeinkäufer kauften erneut über dem Vorjahresniveau bei gleichzeitig gestiegenen Erlösen. Die guten Ergebnisse in der Eiche konnten aufgrund der langjährig anhaltend hohen Nachfrage erzielt werden.

Als Fazit kann festgehalten werden, dass in Hinsicht auf die aktuelle Marktlage und den angebotenen Qualitäten das Submissionsergebnis vor allem in der Eiche sehr gut ist. Das Buntlaubholz ist wie schon absehbar leicht rückläufig. Bei Buche sind die Ergebnisse entsprechend der Marktlage auf fast gleichem Niveau zum Vorjahr.

Nadelholzsubmission

Bei der 14. Nadelwertholzsubmission wurden am 16. Januar 2018 auf 2 Wertholzplätzen in Rentweinsdorf und Großwallstadt 601,51 fm Nadelwerthölzer aus Unterfranken angeboten. Die FBG Haßberge w.V. legte 246 fm ihrer Mitglieder auf. Der Bieterkreis umfasste 18 Bieter aus Deutschland und Österreich.

Die „Braut“ der diesjährigen Nadelholzsubmission wurde von einem Mitglied aus dem Großprivatwald der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge w.V. aufgelegt: ein Lärchenstamm mit 1,19 fm, der für 506€/fm an einen Furnierhersteller in Österrreich ging.

Als Fazit kann festgehalten werden, dass die Nadelwertholzsubmission Unterfranken trotz der schwierigen Holzerntebedingungen gut in den Preisen abschloss. Es hat sich zum wiederholten Mal gezeigt, dass Werthölzer mit guten Qualitäten auch gute Erlöse bringen. Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist weiterhin ein gefragter Rohstoff.

 

 

vlnr, hinten: Christian Mehlhorn (Forstlicher Mitarbeiter), Jürgen Schafhauser (AELF Schweinfurt), vlnr, vorne: Birgitt Ullrich (Geschäftsführerin), Anna Seidenzahl (Forstliche Mitarbeiterin)

Rückblick 2017: Ein Auszug unserer Weiterbildungsmaßnahmen für Waldbesitzer/-innen und aktuelle Holzmarktlage

 

Weiterbildungsnahmen:

Aufgrund der hohen Nachfrage veranstaltete die FBG Haßberge w.V. auch wieder in diesem Jahr Seilwindenkurse an unterschiedlichen Orten in den Haßbergen. Die Seilwindenkurse starten immer mit einem theoretischen Teil, welche das Thema „Arbeitssicherheit bei der seilwindenunterstützten Fällung“ als Schwerpunkt haben. Die Fachvorträge wurden immer anhand vielen Beispielbildern und eigene Erfahrungsberichten sehr anschaulich und praxisnah umrahmt. Im Anschluß an die Seilwindentheorie konnten die Teilnehmer den praktischen Teil im Wald erleben. Zusammen mit den Forstwirtschaftsmeistern wurden die zu fällenden Bäume begutachtet, die Vorgehensweise besprochen und der Baum zu Falle gebracht. Nach der Fällung wird der geschnittene Stock begutachtet und beurteilt. Inklusive waren immer Ratschläge bezüglich der richtigen Aufarbeitung vom Profi. Denn Vieles bei der Waldarbeit geht mit den richtigen Tipps und der richtigen Technik sicherer, schneller und einfacher. Da unsere Seilwindenkurse so einen großen Anklang fanden, werden wir auch in 2018 einige Kurse anbieten.

Aktuelle Holzmarktlage:

Die gute Wirtschaftslage des deutschen Marktes führte zu einer zunehmenden Entspannung am Holzmarkt im letzten Quartal. Die Einschätzung der gegenwärtigen und zukünftigen Konjunkturentwicklung für das Holzgewerbe ist gestiegen und bleibtdamit weiterhin auf einem guten Niveau. Dadurch zeigte sich eine positive Entwicklung mit einer guten Nachfrage und einer positiven Preissituation.

Trotz der äußerst angespannten und schwierigen Situation durch das Orkantief „Kolle“ im August 2017 konnten die regionalen Vermarktungspartner und die Dachverbände in Unterfranken die Marktsituation am Holzmarkt stabil halten und die Preise bleiben weiterhin auf einem guten Niveau. Auch ist die Nachfrage nach frischem Nadelholz ist stabil.

Beim Laubholz wurden die Preise für die Saison fixiert. Beim Eichenstammholz herrscht nach wie vor ein starker Verkäufermarkt. Die Preise konnten gegenüber den Vorjahren in fast allen Sortimenten erhöht werden. Die Nachfrage nach Buchenstammholz ist gut, dadurch konnten die Preise zum Vorjahr stabil gehalten werden.

Fazit: Aufgrund der zunehmenden Entspannung am Holzmarkt steht den Waldbesitzer/-innen nichts mehr im Wege, den Holzeinschlag durchzuführen und gut zu vermarkten.

Die FBG Haßberge w.V. unterstützt Sie gerne rund um das Thema „Wald“ und „Holzeinschlag“ und wünscht Ihnen eine unfallfreie Waldarbeit. Bitte melden Sie sich unter Telefon 09523/50 338-0.

 

Jahresfahrt 2017

[Foto: FBG Haßberge]

Unsere diesjährige Jahresfahrt führte uns zum Tag der offenen Tür 2017 der Zellstoff und Papierfabrik Rosenthal GmbH in Blankenstein. Nach der 3 - stündigen Busfahrt ging es direkt mit der Werksführung los. Herr Bastigkeit begrüßte uns am Eingang und führte uns direkt auf das Betriebsgelände. Rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZPR Rosenthal produzieren ca 360.000 Tonnen Kraftzellstoff pro Jahr. Hierfür werden pro Jahr ca. 1,8 Mio. Festmeter Holz benötigt. Diese werden zu 1/3 als Rundholz und zu 2/3 als Hackschnitzel von Sägewerken, verarbeitet. Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind bei ZPR ganz oben angesiedelt. Die Produktionsanlagen sind auf das Modernste für den optimalen Schutz der Umwelt ausgelegt: betriebseigene Abwasserreinigungsanlage und die Energiegewinnung aus Biomasse sind nur ein Teil davon.

Gegründet wurde das Werk in 1883. Durch stetiges Wachstum und Investitionen steht heute in 2017 das Meisterwerk in Blankenstein. Die Produktion des Zellstoffs findet in der Faserlinie statt und entspricht dem aktuellen Stand der Technik. In fünf Schritten lässt dich die Zellstoffproduktion unterteilen: Holzvorbereitung – Kochung – Bleichung – Trocknung – Konfektionierung und Verladung. Durch eigene Bahnanbindungen und eine eigene Holz-Spedition vertreibt die Firma ZPR ihr Fertigprodukt Kraftzellstoff zur Weiterverarbeitung fast in ganz Europa. Nach der äußerst informativen Betriebsführung konnten wir uns auf dem Werksgelände mit Speisen und Getränken stärken. Informieren konnten wir uns zusätzlich in der Ausstellung, wo unter anderem ein zusammenfassender Film über das Werk gezeigt wurde.

Nach der Pause starteten wir mit dem Bus in das Forstrevier Nordhalben, wo uns der Revierleiter Herr Christof Mörtelbauer zur Waldexkursion im Frankenwald begrüßte. Nach einem Umtrunk der Max-Marien-Heilquelle führte uns Herr Mörtelbauer in die Tannen- und Fichtenbestände des Frankenwaldes. Durch seine langjährige Erfahrung konnte er uns fundiertes Wissen über die Entstehung und Bewirtschaftung des Frankenwaldes vermitteln.

Nach der durchaus interessanten Exkursion und einer Weinverkostung sind wir nach 2 Stunden wieder in Richtung Heimat aufgebrochen. Bei der Abendeinkehr in der Brauerei Hartmann in Würgau fand der erlebnisreiche Tag seinen Ausklang. Dort hatten die Mitglieder die Möglichkeit, sich über die Erlebnisse und Eindrücke der Jahresfahrt auszutauschen. Sein Ende fand der Ausflug an den Stationen in Hofheim, Haßfurt und Eltmann. Wir hoffen, dass dieser außergewöhnliche Ausflug mit zwei grandiosen Zielen unseren Mitgliedern in guter Erinnerung bleibt. [JS]

Fotos

Hier ein paar Eindrücke von unserem Ausflug 2017!

Wunschwald

PEFC Deutschland fragt: Wie stellen sich die Deutschen ihren Wald der Zukunft vor? Seit Donnerstag, den 19. Januar, kann jeder unter www.wunschwald.com seinen persönlichen Wunsch an den Wald der Zukunft verfassen, einen Baum „pflanzen“ und so einen interaktiven „Wald der Wünsche“ wachsen lassen. Mit dem Wettbewerb, bei dem die Wünsche in den sozialen Medien geteilt und geliked werden können, will PEFC für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wald werben. Zum Abschluss der Aktion am Tag des Waldes (21. März 2017) werden die Wünsche der Deutschen an ihren Wald ausgewertet und herausragende Ideen im Rahmen eines spektakulären Medien-Kunstwerks in Berlin inszeniert.

 

 

Bayerischer Rundfunk - Unser Land

Foto: FBG Haßberge

 

Fluch oder Segen? – Plötzlich Waldbesitzer

Am 6. Juli fanden im Bereich der FBG Haßberge die Dreharbeiten zu einem Beitrag für die Sendung „Unser Land“ des Bayerischen Rundfunks statt.

In Bayern gibt es ca. 2,5 Millionen ha Wald, davon sind ca. 57% Privatwald mit ca. 600.000 Waldbesitzern. Im Zuge einer Erbschaft kommt es immer wieder vor, dass jemand plötzlich Waldbesitzer wird, ohne sich vorher mit dem Thema Wald und Waldbewirtschaftung auseinander gesetzt hat. Der Beitrag zeigt wie Forstbetriebsgemeinschaften den Erben bei der Bewirtschaftung Ihrer Wälder unterstützen können. Konkret wurde im Bereich der FBG Haßberge an zwei Beispielen gezeigt wie eine Waldbewirtschaftung gemeinsam mit den Waldbesitzern aussehen kann. Zusammen mit den Förstern der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten können die Waldbesitzer umfassend beraten werden, die Bewirtschaftung der Wälder wird nachhaltig durch die Forstbetriebsgemeinschaft sichergestellt.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der BR Mediathek http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/unser-land/wald-erben-100.html