Jahresfahrt 2022 FBG zur Interforst

Unsere diesjährige Jahresfahrt führte uns am 17.07.2022 zur INTERFORST - Messe nach München.

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Bus, kamen wir gegen 12 Uhr am Messegelände in München an.

Dort konnten unsere Mitglieder den direkten Kontakt suchen, zu allen wichtigen Branchenvertretern und erhielten einen echten Informations- und Innovationsvorsprung dank des vielfältigen Rahmenprogramms mit Kongress, Foren, Diskussionsrunden, Sonderschauen und Grüner Couch – und einen kompakten Marktüberblick entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von Aufforstung über Holzernte bis hin zum Sägewerk; von Digitalisierung über Arbeitsschutz bis hin zu Kultur- und Kommunaltechnik.

Die INTERFORST ist so vielschichtig wie die Forstwirtschaft selbst und zeichnet sich durch ihren repräsentativen und kompakten Marktüberblick.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die energetische Nutzung von Holz.

Die zahlreichen Sonderschauen thematisiert die Leitthemen – die die aktuellen Entwicklungen innerhalb der Branche widerspiegeln. Kaum ein Thema beschäftigt Förster, Waldbesitzende, Forstunternehmen, eigentlich alle am Wald Interessierten im Moment mehr als die Frage nach dem Umgang mit den Schadflächen.

Stürme, extreme Trockenheit, Waldbrände und Borkenkäfer – das alles hat den Wäldern in Deutschland besonders in den vergangenen drei Jahren enorm zugesetzt und stellt die gesamte Forstbranche vor große Herausforderungen.

Angesichts dieser Entwicklungen kommt es jetzt darauf an, die Wälder durch Waldumbau und Wiederaufforstung langfristig auf den Klimawandel einzustellen. Basis dafür sind komplexe Einzelfallentscheidungen, bei der eine Vielzahl von Informationen angemessen berücksichtigt werden müssen.

Auf der KWF-Sonderschau wird diese Kernaufgabe für die Forstwirtschaft für die nächsten Jahre und Jahrzehnte aufgegriffen – die hierzu notwendige Wiederbewaldung der Schadflächen sowie der langfristige Umbau zu stabilen und klimaresilienten Wäldern.

Gemeinsam mit SVLFG, DGUV, EZG wurde ein Konzept entwickelt, um viele Fragen zu waldbaulichen Zielstellungen, Forstpflanzenanzucht und -bereitstellung, „neue“ Baumarten, Saat- und Pflanzverfahren, Arbeitssicherheit, Ergonomie und Umweltschutz bei der Kulturbegründung, aber auch Einzelschutz und Einsatzmöglichkeiten der Digitalisierung beantworten zu können.

Gegen 16:30 Uhr trafen wir uns wieder am Bus, um auf unserem Heimweg, einen Abstecher im Garchinger Augustiner zu machen.

Dort stärkten wir uns nach dem informativen Tag und den vielen innovativen Eindrücken der Messe, bevor wir die restliche Etappe Richtung Franken antraten.

Als unser Bus gegen 20:45 Uhr in Eltmann ankam und danach nach Hofheim weiter fuhr, hatten wir alle einen wunderbaren Tag hinter uns und hoffen, daß er auch bei allen unseren Gästen in lebhafter Erinnerung bleibt.

Hinweis zu den Waldbesitzerversammlungen Oktober 2021

Auf den Waldbesitzerversammlungen im Oktober 2021 wurde vom AELF Schweinfurt ein Vortrag gehalten. Wenn Sie die Präsentation hierzu einsehen möchten oder Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte direkt an das AELF Schweinfurt. Wir können die Präsentation auf unserer Homepage nicht veröffentlichen.

 

Forstschäden-Ausgleichgesetz: Holzmarkt soll entlastet werden

EINSCHLAGSBESCHRÄNKUNG NACH DEM FORSTSCHÄDEN-AUSGLEICHSGESETZ FÜR LAUFENDES FORSTWIRTSCHAFTS-JAHR

Ordentlicher Fichteneinschlag auf 85% begrenzt

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat auf Beschluss des Bundesrates eine Verordnung über die Beschränkung des ordentlichen Holzeinschlags in dem Forstwirtschaftsjahr erlassen (HolzEinschlBeschrV2021).

Der Bundesrat hat dieser Verordnung in seiner Sitzung am 26. März 2021 gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes zugestimmt. Am 23. April 2021 ist diese nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft getreten. Ziel ist es, den seit 2018 aufgrund der Extremwetterereignisse und des nachfolgenden Schädlingsbefalls aufgetretenen Kalamitätsholzanfall von insgesamt rund 176 Millionen Kubikmeter und den daraus resultierenden Folgen auf dem Holzmarkt auszugleichen. Gleichzeitig sollen die von den Kalamitäten betroffenen Waldbesitzer durch steuerliche Billigkeitsregelungen entlastet werden.

Demnach gilt für das Forstwirtschaftsjahr 2021, also vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 eine Begrenzung des ordentlichen Holzeinschlags für Holz der Holzart Fichte auf 85 % des durchschnittlichen Einschlags der Jahre 2013 bis 2017. Die Beschränkung des Holzeinschlags gilt für das gesamte Bundesgebiet und für alle Waldbesitzarten.

Wird in einem Betrieb durch die Einschlagsbeschränkung der gesamte Holzeinschlag des Betriebs auf weniger als 70 Prozent des von der zuständigen Finanzbehörde festgesetzten steuerlichen Nutzungssatzes absinken, so kann der nach der Verordnung begrenzte ordentliche Holzeinschlag überschritten werden. Dabei sind die Nutzungsmöglichkeiten nach dem Nutzungssatz hinsichtlich der nicht beschränkten Holzarten voll anzurechnen.

Ordentliche Holzeinschläge des Forstwirtschaftsjahres 2021, die vor Inkrafttreten der Verordnung erfolgt sind, sind auf den beschränkten Holzeinschlag des Forstwirtschaftsjahres bis zur Höhe der Beschränkung anzurechnen.

Ausgehend von den offiziellen Einschlagszahlen für die Jahre 2013 bis 2017 von im Durchschnitt ca. 27,3 Mio. fm in der Baumartengruppe Fichte ergibt sich damit eine rechnerische Absenkung beim Fichteneinschlag von bundesweit rund 4,1 Mio. fm, mit einem Schwerpunkt in Baden-Württemberg und Bayern.

Die HolzEinschlBeschrV2021 finden Sie unter: www.bgbl.de .

Das Forstschäden-Ausgleichsgesetz

Das Forstschäden – Ausgleichsgesetz stammt aus dem Jahr 1969, die aktuelle Fassung aus dem Jahr 1985. Zuletzt wurde es 2015 angepasst. Ziel des Gesetzes ist es, besondere Forstschäden infolge von Kalamitäten für die Forstbetriebe sowie die damit verbundenen erheblichen und überregionalen Störungen des Rohholzmarktes auszugleichen. Neben der Beschränkung des ordentlichen Holzeinschlags und einer Beschränkung der Holzeinfuhr, die im Einklang mit Europäischen Regelungen stehen muss, enthält das Gesetz steuerliche Billigkeitsregelungen, die teilweise in Verbindung mit dem Inkraftsetzen einer Einschlagsbeschränkung stehen, aber auch Regelungen enthalten, die unabhängig davon stehen. Hierzu gehört die steuer-freie Rücklage für die Bildung eines betrieblichen Ausgleichsfonds. Zuletzt wurde eine Einschlagsbeschränkung nach dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz nach dem Orkan Lothar für die Forstwirtschaftsjahre 1999/2000 sowie 2000/2001 in Kraft gesetzt. In den letzten Jahren wurde viel Kritik über das Gesetz geäußert. Zur Zeit erarbeitet eine Arbeits-gruppe am BMEL Vorschläge für eine zeitgemäße und praxisgerechte Anpassung des Gesetzes, die dann in der kommenden Legislaturperiode auf dem Weg gebracht werden soll. Ein wichtiges Ziel ist die Trennung einer Einschlagsbeschränkung von steuerlichen Billigkeitsregeln.

 

STEUERLICHE REGELUNGEN

Mit Inkrafttreten der HolzEinschlBeschrV2021 gelten steuerliche Billigkeitsregeln aus dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz bzw. aus dem EStG. Die steuerlichen Billigkeitsregeln gelten generell, also für alle Baumarten sowie für normale Nutzungen und kalamitätsbedingte Einschläge. Sie sind ein Ausgleich für die geringeren Einnahmen aufgrund der geltenden Einschlagsbeschränkung. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der steuerlichen Begünstigungen ist, dass die angeordnete Einschlagsbeschränkung eingehalten wird. Wir weisen darauf hin, dass die Einschlagsreduktion für die Baumart Fichte grundsätzlich für alle Waldbesitzarten und Betriebsgrößen gilt. Bei detaillierten Fragen wenden Sie sich an Ihren Steuerberater.

 

Nutzung des betrieblichen Ausgleichsfonds

Hat ein Betrieb in Höhe einer steuerfreien Rücklage einen betrieblichen Ausgleichsfonds nach § 3 Forstschäden-Ausgleichsgesetz gebildet, so kann der Ausgleichsfonds nun zur Ergänzung der durch eine Einschlagsbeschränkung geminderten Erlöse in Anspruch genommen werden. Die steuerfreie Rücklage ist dann in Höhe der in Anspruch genommenen Fondsmittel zum Ende des Wirtschaftsjahres der Inanspruchnahme gewinnerhöhend aufzulösen.

Erhöhung der Pauschsätze für Betriebsausgaben

Da die Verordnung zur Beschränkung des ordentlichen Holzeinschlags in dem Forstwirtschaftsjahr 2021 nicht vorsieht, dass nicht-buchführungspflichtige Betriebe von der Einschlagsbeschränkung generell ausgenommen werden, können Steuerpflichtige, die für ihren Betrieb nicht zur Buchführung verpflichtet sind und ihren Gewinn nicht nach § 4 Absatz 1 und § 5 des Einkommenssteuergesetzes ermitteln, im Wirtschaftsjahr einer Einschlagsbeschränkung zur Abgeltung der Betriebsausgaben pauschal 90 Prozent der Einnahmen aus der Verwertung des eingeschlagenen Holzes abziehen. Soweit Holz auf dem Stamm verkauft wird (Ab Stock-Vertag), betragen die pauschalen Betriebsausgaben 65 Prozent der Einnahmen aus der Verwertung des stehenden Holzes. Damit steigen die pauschalen Betriebsausgaben (gemäß § 51 EStG) für die Verwertung des eingeschlagenen Holzes von 55 auf 90 Prozent und beim Verkauf des Holzes auf dem Stamm von 20 auf 65 Prozent, so dass der nicht-buchführungspflichtige Betrieb im laufenden Forstwirtschaftsjahr einen Steuervorteil hat. Hat der Betrieb ein anderes Steuerjahr als das Forstwirtschaftsjahr angesetzt (z.B. Landwirtschaftsjahr, Kalenderjahr), sind die erhöhten Betriebsausgaben anteilsmäßig für den Zeitraum der Geltungsdauer anzusetzen.

Bewertung von Holzvorräten aus Kalamitätsnutzungen

Steuerpflichtige mit Einkünften aus Forstwirtschaft, bei denen der Gewinn nach § 4 Abs. 1, § 5 EStG ermittelt wird, können während der Einschlagsbeschränkung von einer Aktivierung des eingeschlagenen und unverkauften Kalamitätsholz ganz oder teilweise absehen.

Viertelsteuersatz für Kalamitätsnutzungen nach § 34b EStG

Steuerlich anerkannte Kalamitätsnutzungen sind nach § 34b EStG begünstigt. In der Zeit, in der die Einschlagsbeschränkung nach dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz gilt, gilt nunmehr pauschal bereits ab dem ersten steuerlich anerkannten Festmeter Kalamitätsholz der Viertelsteuersatz. Es ist hierbei unmaßgeblich, ob die Kalamitätsnutzungen innerhalb oder außerhalb des Nutzungssatzes angefallen sind, womit ein festgesetzter Nutzungssatz zur Erlangung der Tarifermäßigung nicht erforderlich ist. Dies gilt auch für steuerlich anerkannte Kalamitätsnutzungen, die in den Folgejahren gezogen werden und im ursächlichen Zusammenhang mit einer Kalamitätsnutzung stehen, welche in der Zeit der Einschlagsbeschränkung angefallen ist. Also die Kalamitätsnutzungen, die im Zeitraum der Einschlagsbeschränkung angefallen sind, jedoch erst nach dem 30.09.2021 verwertet werden. Die Billigkeitsregel umfasst steuerlich anerkannte Kalamitätsnutzungen aus sämtlichen Holzarten und ist nicht auf die Holzart Fichte begrenzt.

Da oftmals die Wirtschaftsjahre für die Gewinnermittlung der Forstbetriebe nicht mit dem Forstwirtschaftsjahr (01.10. bis 30.09.) übereinstimmen, sondern häufig das Kalenderjahr oder den Zeitraum 01.07. bis 30.06. umfassen, erfordert die Ermittlung der steuerlichen Billigkeitsregeln im Verordnungszeitraum gesonderte Aufzeichnungen. So muss zum einen der mengenmäßige Einschlag der Holzart Fichte im Zeitraum der Einschlagsbeschränkung, also im Zeitraum 01.10.2020 bis 30.09.2021, zur Überprüfung der Einhaltung der Beschränkung gesondert festgehalten werden. Zum anderen sind bei einem kalenderjahrgleichen Wirtschaftsjahr 2020 und 2021 die in den Zeiträumen 01.10.2020 bis 31.12.2020 und 01.01.2021 bis 30.09.2021 begünstigten Kalamitätseinkünfte sowie die erhöhten Pauschsätze für Betriebsausgaben durch gesonderte (zeitanteilige) Berechnungen aus den Daten für das jeweilige Gesamtwirtschaftsjahr zu ermitteln. Wird der Gewinn des land- und forstwirtschaftlichen Betriebes nach dem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr vom 01.07. bis 30.06. ermittelt, stellt sich dieses Problem analog für die Zeiträume vom 01.10.2020 bis 30.06.2021 und vom 01.07.2021 bis 30.09.2021.

 

KONSEQUENZEN FÜR HOLZVERKÄUFER

Viele Verträge haben ein Sonderkündigungsrecht im Fall des Inkraftsetzen einer Verordnung über die Beschränkung des ordentlichen Holzeinschlags. Je nach Ausgestaltung gilt dieses Sonderkündigungsrecht, wenn eine Seite es geltend macht.

 Wenn im Vertrag auf die Verkaufs– und Zahlungsbedingungen für Holzverkäufe der Bayerischen Staatsforsten AöR (BaySF) (VZB) Bezug genommen wird, so regelt diese unter 1.4, dass ab Inkrafttreten der Verordnung bis zum Ende der Einschlagsbeschränkung gilt:

 

  • die Lieferverpflichtung der BaySF entsprechend dem in der jeweiligen Rechtsverordnung geregelten Prozentsatz senken können.
  • Für den Fall, dass das Bundesland Bayern oder Teile davon von den besonderen Schadereignissen betroffen sind, haben die BaySF das Recht, die im Einzelvertrag genannte Gesamtmenge pro angegebenem Sortiment um 50 % zu erhöhen. Die Erhöhung der Liefermenge gilt nur für die in der Verordnung mit einer Einschlagsbeschränkung versehenen Holzartengruppen oder Holzsorten. Der vertraglich vereinbarte Kaufpreis wird in diesem Fall für die Holzartengruppen oder Holzsorten, deren ordentlicher Holzeinschlag mit der Verordnung eingeschränkt wurde, um 10 % gesenkt.

Vielfach werden Kalamitätsklausen nicht direkt im Vertrag, sondern in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) geregelt. Hier ist zu prüfen, ob die AGB rechtskräftiger Bestandteil des Vertrages sind. Wenn ja, gelten die Regelungen aus den AGB. Haben Verkäufer und Käufer jeweils entgegenstehende AGBs als rechtskräftigen Bestandteil des Vertrages vereinbart, gilt der Vertrag als geschlossen, wenn die Parteien zu erkennen geben, dass er trotz widerstreitenden AGB wirksam sein soll. Der BGH ist der Ansicht, dass sich nach Treu und Glauben keine Partei auf ein Nichtzustandekommen des Vertrages berufen kann. Die AGB werden nur insoweit inhaltlich einbezogen, als sie einander inhaltlich entsprechen. Im Übrigen werden sie nicht Vertragsbestandteil. Anstelle der einander widersprechenden AGB gilt das Gesetz.

Enthält ein Vertrag keinerlei Regelung bezüglich der Auswirkungen einer Verordnung über die Beschränkung des ordentlichen Einschlags, muss geprüft werden, ob der Vertrag trotz der Verordnung erfüllt werden kann. Wenn dies möglich ist, gilt der Vertrag ohne Einschränkung weiter. Da die fahrlässige und vorsätzliche Missachtung der Verordnung als Ordnungswidrigkeit gefahndet werden kann und der Vertrag aufgrund der Verordnung nicht mehr erfüllt werden kann, kann einvernehmlich zwischen den zwei Vertragsparteien vereinbart werden, dass der Vertrag reduziert, anderweitig erfüllt oder verlängert werden kann. Gemäß BGB kann der Vertrag bei Nichterfüllung aufgrund der Verordnung angepasst oder ggfs. aufgelöst werden.

Schließt ein Waldbesitzer einen Kaufvertrag nach Inkrafttreten der Verordnung ab und kann diesen Kaufvertrag aufgrund der Einschlagsbeschränkung nicht ordnungsgemäß erfüllen, muss geprüft werden, ob der Waldbesitzer fahrlässig, grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat. Der Käufer kann ggfs. Schadensersatz verlangen.

Praxisnaher und praktikabler Vollzug notwendig!

Der Bayerische Waldbesitzerverband steht derzeit in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, um eine praxisnahe Lösung bei der Umsetzung der HolzEinschlBeschrV2021 zu erreichen. Insbesondere für den Kleinprivatwald müssen praktikable Lösungen ermöglicht werden. Die derzeitige Bundesregelung führt im Kleinprivatwald (und damit auch bei den Forstzusammenschlüssen) zu einem faktischen Einschlagsstopp und zu unzumutbaren wirtschaftlichen Härten. Gleichzeitig ist es dringend notwendig, den Waldumbau in klimastabile Bestände fortzusetzen. Dieser wurde vielerorts aufgrund der großen Kalamitätsmengen und dem desolaten Holzmarkt seit mehreren Jahren zurückgestellt. Dieses führte zu einem weiteren Vorratsaufbau in den Wäldern und damit zu einer weiteren Risikoerhöhung gegenüber Kalamitäten. Eine Überschreitung der Einschlagsbeschränkung kann zu einer Ordnungswidrigkeit nach der HolzEinschlBeschrV2021 und zu einem illegalen Holzeinschlag nach dem Holzhandelssicherungsgesetz führen. Damit verbunden sind ggfs. weitere förderrechtliche Konsequenzen.

 Sobald es entsprechende Handlungsempfehlungen gibt, werden wir Sie informieren.

 

Verwendete Quellen: Forstschäden-Ausgleichsgesetz; HolzEinschlBeschrV2021; EStG; BayStMFH; BMEL; Reinhard Schmid „Auswirkungen der HolzEinschlBeschrV2021 nach dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz“, Dr. Kleeberg & Partner GmbH

 

Die Bayerischen Holzverwender

Bayern besteht aus einem Drittel aus Wald. Dieser wird bereits seit über 300 Jahren nachhaltig bewirtschaftet. Das heißt, es wird dafür gesorgt, dass immer genug Rohstoff in unseren Wäldern nachwächst. Diese aktive Forstwirtschaft ist die Grundlage des Klimaschutzes. Darauf basierend ist die mannigfaltige Verwendung von Holz erst möglich: Mit Holz kann man bauen und Möbel schreinern, mit Holz kann man Energie erzeugen, aus Holz entsteht Papier und ja sogar Kosmetik.

Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, schauen Sie sich unser Datenblatt zum "Bayerischen Holzverwender" an.

Datenblatt "Die Bayerischen Holzverwender"

Datenblatt "Unser Wald. Der CO2-Sauger."

 

Frohe Weihnachten

 

Wir wünschen unseren Mitgliedern und deren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest

sowie genügend Zeit für die Menschen, die Ihnen nahestehen.

Für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen in uns und unsere Arbeit

bedanken wir uns herzlich.

Gesundheit, Glück und Zufriedenheit und viele schöne Momente sollen Sie im neuen Jahr begleiten.

 

 

Helden im Wald - neue PEFC Kampagne

Was wäre, wenn es unseren Wald und seine wundervollen Geschichten in ihm nicht mehr gäbe? Diese Frage steckt hinter der neuen Aufklärungsaktion von PEFC Deutschland.

PEFC-zertifizierte Waldbesitzer(innen) sorgen jetzt und in Zukunft dafür, dass der Wald erhalten bleibt. Da die nachhaltige Waldbewirtschaftung sich für Unbeteiligte nicht von selbst erschließt, stellt die neu eingerichtete Website www.helden-im-wald.de einen Fundus an allgemeinverständlichen Informationen bereit.

Um zur Website zu gelangen, kicken Sie bitte hier.

 

Aktiver Klimaschutz

Nachhaltig bewirtschaftete Wälder und eine aktive Forstwirtschaft sind Grundlage für effektiven Klimaschutz. Die Klimaerwärmung hinterlässt katastrophale Schäden in den Wäldern - das zeigt umso deutlicher, wie dringend erfolgreiche Maßnahmen zum Klimaschutz nötig sind.

Schauen Sie sich den Kurzfilm zum Thema "aktiver Klimaschutz" hier an.

 

Wassermangel: Trocknet Bayern aus?

Niedrigwasser-Management wird nach allen Prognosen auch 2020 Forst- und Landwirtschaft, Behörden und Politik vor immer größere Herausforderungen stellen. Was bedeutet zunehmender Wassermangel für die Wasserversorgung in Bayern?

Der Main als Lebensader und Bundeswasserstraße konnte in den vergangenen Jahren nur mühsam am Leben erhalten werden. Im Herbst 2019 starben hektarweise in vielen Teilen Bayerns vor allem Fichten- und Kiefernwälder aufgrund der Trockenheit ab. Längst sprechen Experten von einem "neuen Waldsterben". Ob Frankenwald, Fichtelgebirge oder Veldensteiner Forst, teilweise sind 30 Prozent der Flächen betroffen, oft die Hälfte und manchmal sind sogar 70 Prozent der Bäume massiv geschwächt und geschädigt oder tot. Beste Voraussetzungen für die Ausbreitung des Borkenkäfers. Das befallene Holz aber muss schnellstens aus dem Wald, damit sich der Schädling nicht noch weiterverbreitet. Infolge des hohen Holzaufkommens decken die Einnahmen aus dem Holzverkauf oft nicht einmal mehr die Kosten für Fällen und Abtransport. Grund genug für die Waldbesitzer jeden noch so entfernten Absatzmarkt zu nutzen. Teile des Holzes verkaufen sie mittlerweile bis nach China. Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber hält das für den „völlig falschen Weg“. Glauber sieht den Freistaat in der Verantwortung und will sich dafür einsetzen, dass in die Ausschreibungen in Bayern die Energiebilanz mit einbezogen wird. Niedrigwasser-Management wird nach allen Prognosen also auch in den Folgejahren Forst- und Landwirtschaft, Behörden und Politik vor immer größere Herausforderungen stellen. Wie lässt sich der Wald retten? Was bedeutet zunehmender Wassermangel für die Wasserversorgung in Bayern? Wann droht ein Verteilungskonflikt zwischen Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Konsum, zwischen Nord- und Südbayern? Die Dokumentation "Wassermangel – Trocknet Bayern aus?" geht diesen Fragen und den Ursachen für das Waldsterben nach. Klimaforscher erklären die Veränderungen bei Temperatur und Niederschlag, die Bayern in den kommenden 30 Jahre zu erwarten hat.

 Hier gelangen Sie zur Dokumentation.
 
 

FBG Haßberge w.V. und AELF Schweinfurt schließen eine Kooperationsvereinbarung

 

 

Der Klimawandel und die demographische Entwicklung bei den Waldbesitzern stellen die Forstwirtschaft vor große Herausforderungen, die nur in enger Zusammenarbeit mit den forstlichen Zusammenschlüssen der Waldbesitzer und dem Staat sowie den Verbänden bewältigt werden können. Die Zusammenarbeit soll intensiviert und Synergieeffekte genutzt werden. Mit dieser Kooperationsvereinbarung wird ein wesentliches Element des Waldpaktes aus dem Jahr 2018 zwischen der bayerischen Staatsregierung und den forstlichen Zusammenschlüssen der Waldbesitzenden auf lokaler Ebene umgesetzt. Den Forstlichen Zusammenschlüssen soll zukünftig mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung eine größere Bedeutung bei der Bewältigung der Herausforderungen im Klimawandel zukommen.

 

Waldbesitzende müssen in dieser schwierigen Zeit bestmöglich unterstützt werden, damit der Wald auch in Zukunft seine wichtigen Funktionen „Ökologie, Ökonomie und Soziales“ für die Gesellschaft erbringen kann.

 

Daher besiegeln die Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt ihre zukünftige Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung. Beide Partner wollen den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern aktiv dabei helfen, ihren Wald fit für die Zukunft zu gestalten und nachhaltig zu bewirtschaften.

 

Schwerpunkte der künftigen Zusammenarbeit zwischen Forstbetriebsgemeinschaft Hassberge und dem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten liegt in der Unterstützung der Waldbesitzenden beim Waldumbau sowie in gemeinsamen Fortbildungsangeboten. Dazu zählen Informationsabende, forstpraktische Schulungen sowie Lehrfahrten.

 

Am 17. Februar 2020 wurde die Vereinbarung in Hofheim in Ufr. vom 1. Vorsitzenden der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge Bürgermeister Wolfgang Borst und dem Abteilungsleiter des AELF Schweinfurt Forstoberrat Jürgen Hahn im Beisein von Landtagsabgeordneten Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider sowie den Mitarbeitern der FBG Haßberge unterschrieben.

 

Demo Mainz 27.09.2019

Rund 1000 Waldeigentümer aus ganz Deutschland bei Demonstration in Mainz

An der Demonstration anlässlich der Agrarministerkonferenz (AMK) am vergangenen Freitag, 27. September 2019, haben rund 1000 Waldeigentümer aus ganz Deutschland teilgenommen. Mit Fahnen der einzelnen Bundesländer und einer Vielzahl von Schildern hat sich der Zug zum Tagungshotel bewegt. Im Fokus der Demonstration standen die Forderungen nach Unterstützung in der aktuellen Krise im Wald durch die Landesregierungen.

Gemeinsam mit der FV Oberfranken organisierte die FV Unterfranken einen Bus zur Demo nach Mainz und ermöglichte somit den Mitgliedern der FV Unterfranken und den Forstbetriebsgemeinschaften zusammen an der Demo teilzunehmen. In der früh um 6.00 Uhr startet der Bus in Richtung Mainz. Für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt und alle Teilnehmer konnten einen erlebnisreichen Tag verbringen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hatte zwischendurch die AMK verlassen und in einer 15-minütigen Rede die Hilfen vorgestellt, die sie den Waldeigentümern bereits zugesagt hat. Darüber hinaus machte sie deutlich, welch wichtigen Beitrag diese leisten würden für die Stabilität der Wälder, für den Klimaschutz sowie für weitere Ökosystemleistungen.

Zwei Tage zuvor hatte sie auf dem Waldgipfel in Berlin finanzielle Mittel in einer Höhe von 547 Millionen Euro zugesichert. Über die Kofinanzierung durch die Bundesländer ergibt dies eine Summe von rund 800 Millionen Euro. Diese Mittel sollen innerhalb von vier Jahren für die Räumung von Schadholz und für die Wiederbewaldung eingesetzt werden.

Darüber hinaus hatte sie eine Vielzahl weiterer Hilfsmaßnahmen vorgestellt, darunter ein nationales Waldschutzmonitoring, den Ausbau der Forschung zu klimaresilienten Baumarten, die Überprüfung und Anpassung des Forstschädenausgleichsgesetzes.

Jetzt müssen die Hilfen auf die Fläche kommen, so eine zentrale Forderung der Waldeigentümer an die zuständigen Länderminister: Dazu zählen die Vereinfachung der Förderung (u.a. mittels Erstellung von kurzen und verständlichen Förderanträgen), eine Härtefallregelung sowie eine Lösung für die De-minimis-Regelung beispielsweise über eine Notifizierung in Brüssel.

Darüber hinaus müsste eine Honorierung der Ökosystemleistungen erfolgen, welche durch das Bundeslandwirtschaftsministerium in Aussicht gestellt wurde. Dazu zählt eine CO2-Abgabe, die dem Wald für die Klimaschutzleistung zugutekommt.

Jahresfahrt 2019

Am 24.07.2019 um 8.00 Uhr startete unsere diesjährige Jahresfahrt nach Nürnberg. Der erste Teil unserer Tagestour führte uns in die Waldarbeiterschule Buchenbühl, wo eine Waldexkursion durch den Nürnberger Reichswald geplant war. Herr Stölzner von der Bayerischen Staatsforsten führte uns durch die Wälder und zeigt den Mitgliedern zum einen die Schäden, welche in den letzten Jahren durch Trockenheit, Käfer und sonstiger Kalamitäten entstanden sind, aber auch einen Teil des Waldes, welcher noch keine so hohen Schäden genommen hat. Herr Stölzner erklärte anhand von Schaubildern, wie dramatisch das Klima sich in den letzten Jahren gewandelt hat und welche Erwartungen in den nächsten Jahren anstehen. Dies ist für den Wald eine Katastrophe. Nach der durchaus interessanten Waldexkursion stärkten wir uns mit einem Mittagessen in der Waldarbeiterschule. Im Anschluss wurden wir von Herrn Heisig, Leiter der Waldarbeiterschule und einem Mitarbeiter in zwei Gruppen aufgeteilt. Der erste Teil konnte durch Geschick und Fachwissen über den elektrischen Fällkeil und Motorsägen erfahren, während der andere Teil über diverse und seltene Baumarten ihr Wissen erweitern konnten. Ebenfalls hat Herr Heisig durch die Räumlichkeiten der Waldarbeiterschule geführt. Nach einer Kaffeepause starteten wir mit dem Bus Richtung Forchheim, wo wir durch einen Keller geführt wurden und Herr Muß einiges über die Forchheimer Keller vermitteln konnte. Der Tagesausflug fand seinen Ausklang am Winterbauer Keller in Forchheim, wo sich die Mitglieder beim gemeinsamen Abendessen über den erlebnisreichen Tag austauschen konnten. Gegen 19.30 Uhr starten wir mit dem Bus die Heimreise an. Der Ausflug endete planmäßig an den Stellen Eltmann, Hassfurt und Hofheim.

Wir hoffen auch in diesem Jahr, das es unseren Mitgliedern gefallen hat und der Ausflug in guter Erinnerung bleibt.

 

Neuer Förster in der FBG Haßberge w.V.

Foto: FBG Haßberge w.V.

Seit 01.04.2019 wird unser Team durch unseren neuen Mitarbeiter 

Herrn Till Zimmermann -Forstingenieur (FH)-

verstärkt.

Geboren bin ich 1975 in München. Nach meiner Schreinerlehre interessierte ich mich mehr und mehr für die Wald- und Forstwirtschaft. Dies habe ich an der Fachhochschule in Weihenstephan in Freising ab dem Jahr 2000 studiert. Nach meinem Abschluss 2006 absolvierte ich noch den Anwärterlehrgang in Lohr am Main. Nach diesem erfolgreichen Abschluss führte mich meine forstliche Laufbahn mit kurzen Unterbrechungen von 2008 bis 2013 an das AELF Ansbach, wo ich mit Revierleitertätigkeiten betraut war. Von August 2013 bis März 2019 habe ich an der FBG Sinn-Saale in Burgsinn in Revierleitertätigkeiten den Privat- und Kommunalwald betreut.

In meiner Freizeit fahre ich viel Mountainbike und Snowboard.

Ich freue mich auf eine abwechslungsreiche und schöne Zeit bei der FBG Hassberge und Ihren Mitgliedern.

 

 

Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu Gast bei der Forstlichen Vereinigung Unterfranken e.V.

© FBG Haßberge w.V.

Im Bild (von Links) Landtagsabgeordneter Steffen Vogel, Ministerialrat Urban Treutlien, FVU-Vorsitzende Wolfgang Borst, Christan Mehlhorn und Anna Seidenzahl (FBG Haßberge), Staatsminister Helmut Brunner, Birgitt Ulrich (FVU und FBG-Geschäftsführerin), FVU-Vorsitzender Josef Mend und Landrat Wilhelm Schneider.

 

Helmut Brunner eröffnet proHolz Bayern Aktion „Waldschilder“ der FBG Haßberge

Hoher Besuch war am Freitag, den 2. März 2018, in Hofheim zugegen. Herr Staatsminister Helmut Brunner folgte der Einladung und besuchte die Forstwirtschaftliche Vereinigung Unterfranken (FVU) mit Ihrem Sitz der Geschäftsstelle in Hofheim in Unterfranken. Die FVU ist der Dachverband aller Forstwirtschaftlichen Vereinigungen in Unterfranken. Neben den musikalischen Grüßen vom gerade mit dem „Heimatpreis“ ausgezeichneten Hofheimer Spielmannszug informierte sich der Staatsminister über die anstehenden Herausforderungen der FVU, deren Mitglieder und Waldbesitzer.

Im Bürgerzentrum der Stadt Hofheim waren die Vorsitzenden und Geschäftsführer der unterfränkischen Forstbetriebsgemeinschaften, als auch die Bereichsleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusammengekommen, um auf die anstehenden Aufgabenstellungen der  Forstleute hinzuweisen. Diese sind: die bevorstehende Aufgabe der staatlichen Beförsterung in Kommunalwäldern, die Rechtslage der altrechtlichen Waldkörperschaften und die diesjährige Prognose der Schwammspinner- und Eichenprozzesionsspinnerpopulation.

Die mitunter sehr alten Waldkörperschaften sind an das heutige Rechtssystem nicht angepasst. Dadurch kommt es bei der Führung solcher Körperschaften zu vielen praktischen Problemen bis hin zur gänzlichen Handlungsunfähigkeit. Zu diesem besonderen und dringlichen Problem wurde dem Staatsminister eine Petition von Herrn Borst (1. Vorsitzener FVU und FBG Haßberge w.V.) und Herrn Mend (Vorstand FVU und 1. Bgm. der Stadt Iphofen) überreicht. 

Auch der Rückzug der staatlichen Beförsterung im Kommunalwald über 200 ha wurde besprochen. So sollen die Kommunalwälder sukzessive aus der staatlichen Beförsterung genommen werden. Dies soll sauber strukturiert und sozialverträglich bis zum Jahr 2025 erfolgen.

Ein Highlight für die Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge w.V. war die offizielle Vorstellung der proHolz Bayern Waldschilder durch den bayerischen Staatsminister. Die Aktion „Waldschilder“ soll auf anschauliche und informative Weise die Notwendigkeit und den Nutzen einer nachhaltigen Forstwirtschaft vermitteln und so das konfliktfreie nebeneinander aller Interessengruppen in unseren Wäldern zu fördern. Angesprochen werden mit dieser Aktion alle Besucher des Waldes. Durch den Link zur Website von proHolz Bayern und dem PEFC-Siegel werden die Waldbesucher angeregt, sich weiter über das Thema zu informieren. Durch die namentliche Nennung der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge w.V. soll der regionale Bezug hergestellt werden und der Bekanntheitsgrad erhöht werden.

Die vollständige Petition können Sie nachfolgend einsehen.

 

Die FBG Haßberge w.V. erzielte gute Ergebnisse bei den Wertholzsubmissionen 2017/2018

Die FBG Haßberge beteiligte sich wieder an der Laubholzsubmission und Nadelholzsubmission, welche unter Federführung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Unterfranken durchgeführt wurden. Sie legte qualitativ hochwertige und wertvolle Hölzer ihrer Mitgleider auf, die auf unterschiedlichen Lagerplätzen zur Versteigerung angeboten wurden.

Das Wertholz wird einzeln oder als Lose zusammengefasste Stämme angeboten. Ohne die Angebote der Mitbieter zu kennen, geben die Holzkäufer schriftlich verdeckte Angebote ab. Die Submissionen bieten den FBG´en in Unterfranken und deren Waldbesitzern die Chance, die kostbaren Stämme eines Jahres einer hochwertigen Verwendung zuzuführen und hierfür einen angemessenen Preis zu erzielen. Auf einer Submission werden Hölzer unter anderem für die Produktion von Furnier, Weinfässern, hochwertigen Möbeln und Klangholz für den Musikinstrumentenbau verkauft. Ein spannendes Ergebnis der Submission ist der am höchsten bewertete Stamm. Dieser wird als „Braut“ bezeichnet.

Laubholzsubmission

Bei der 13. Laubholzsubmission am 19. Dezember 2017 wurden 3.155 fm Wert- und Schneideholz auf 7 Lagerplätzen von 10 FBG´en aus Unterfranken meistbietend zum Verkauf angeboten. Die FBG Haßberge beteiligte sich mit insgesamt 913 fm Hölzer ihrer Mitglieder. 41 Firmen aus dem In- und Ausland haben Ihre Gebote abgegeben.

Der teuerste Stamm war eine Eiche aus dem Bereich der FBG Schweinfurt, welcher ein Gebot von 2.627,00 € je fm erbrachte und damit einen Erlös von 5.280,27 €/fm erzielte.

Die Fassholzeinkäufer kauften erneut über dem Vorjahresniveau bei gleichzeitig gestiegenen Erlösen. Die guten Ergebnisse in der Eiche konnten aufgrund der langjährig anhaltend hohen Nachfrage erzielt werden.

Als Fazit kann festgehalten werden, dass in Hinsicht auf die aktuelle Marktlage und den angebotenen Qualitäten das Submissionsergebnis vor allem in der Eiche sehr gut ist. Das Buntlaubholz ist wie schon absehbar leicht rückläufig. Bei Buche sind die Ergebnisse entsprechend der Marktlage auf fast gleichem Niveau zum Vorjahr.

Nadelholzsubmission

Bei der 14. Nadelwertholzsubmission wurden am 16. Januar 2018 auf 2 Wertholzplätzen in Rentweinsdorf und Großwallstadt 601,51 fm Nadelwerthölzer aus Unterfranken angeboten. Die FBG Haßberge w.V. legte 246 fm ihrer Mitglieder auf. Der Bieterkreis umfasste 18 Bieter aus Deutschland und Österreich.

Die „Braut“ der diesjährigen Nadelholzsubmission wurde von einem Mitglied aus dem Großprivatwald der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge w.V. aufgelegt: ein Lärchenstamm mit 1,19 fm, der für 506€/fm an einen Furnierhersteller in Österrreich ging.

Als Fazit kann festgehalten werden, dass die Nadelwertholzsubmission Unterfranken trotz der schwierigen Holzerntebedingungen gut in den Preisen abschloss. Es hat sich zum wiederholten Mal gezeigt, dass Werthölzer mit guten Qualitäten auch gute Erlöse bringen. Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist weiterhin ein gefragter Rohstoff.

 

 

vlnr, hinten: Christian Mehlhorn (Forstlicher Mitarbeiter), Jürgen Schafhauser (AELF Schweinfurt), vlnr, vorne: Birgitt Ullrich (Geschäftsführerin), Anna Seidenzahl (Forstliche Mitarbeiterin)

Wunschwald

 

PEFC Deutschland fragt: Wie stellen sich die Deutschen ihren Wald der Zukunft vor? Seit Donnerstag, den 19. Januar, kann jeder unter www.wunschwald.com seinen persönlichen Wunsch an den Wald der Zukunft verfassen, einen Baum „pflanzen“ und so einen interaktiven „Wald der Wünsche“ wachsen lassen. Mit dem Wettbewerb, bei dem die Wünsche in den sozialen Medien geteilt und geliked werden können, will PEFC für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wald werben. Zum Abschluss der Aktion am Tag des Waldes (21. März 2017) werden die Wünsche der Deutschen an ihren Wald ausgewertet und herausragende Ideen im Rahmen eines spektakulären Medien-Kunstwerks in Berlin inszeniert.

 

 

Bayerischer Rundfunk - Unser Land

Foto: FBG Haßberge

 

Fluch oder Segen? – Plötzlich Waldbesitzer

Am 6. Juli fanden im Bereich der FBG Haßberge die Dreharbeiten zu einem Beitrag für die Sendung „Unser Land“ des Bayerischen Rundfunks statt.

In Bayern gibt es ca. 2,5 Millionen ha Wald, davon sind ca. 57% Privatwald mit ca. 600.000 Waldbesitzern. Im Zuge einer Erbschaft kommt es immer wieder vor, dass jemand plötzlich Waldbesitzer wird, ohne sich vorher mit dem Thema Wald und Waldbewirtschaftung auseinander gesetzt hat. Der Beitrag zeigt wie Forstbetriebsgemeinschaften den Erben bei der Bewirtschaftung Ihrer Wälder unterstützen können. Konkret wurde im Bereich der FBG Haßberge an zwei Beispielen gezeigt wie eine Waldbewirtschaftung gemeinsam mit den Waldbesitzern aussehen kann. Zusammen mit den Förstern der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten können die Waldbesitzer umfassend beraten werden, die Bewirtschaftung der Wälder wird nachhaltig durch die Forstbetriebsgemeinschaft sichergestellt.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der BR Mediathek http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/unser-land/wald-erben-100.html